Geschichte

Am 4. September 1837 stellte Samuel Morse einen elektromagnetischen Telegrafen vor. Der Apparat wandelte Tastbewegungen in elektrische Signale um. Diese Erfindung revolutionierte die Kommunikation rund um die Welt. Zum ersten Mal war ein Text mithilfe von Elektrizität übertragen und dargestellt worden. In Deutschland führten zu dieser Zeit die Wissenschaftler Wilhelm Weber und Carl Friedrich Gauss ähnliche Versuche durch.

Wenig später ersetzte Morse die Aufzeichnungen per Stift durch akustische Signale, die an der Empfangsstation ertönten. Er entwickelte ein Morsealphabet, das jedem Buchstaben eine eigene Kombination aus drei Tönen, aus langen oder kurzen, zuordnete. Botschaften übersetzt in kurze „dit“ und lange „daht“ gingen rund um die Welt.

Um die vorletzte Jahrhundertwende kam die nächste bahnbrechende Erfindung: der drahtlose Seefunk, der auch Nachrichten von und zu Schiffen ermöglichte. Zwei grosse Unternehmen wetteiferten damals darum, die Normen und damit den Markt bestimmen zu können: Marconi, das britische Unternehmen eines gebürtigen Italieners, sowie Telefunken aus Deutschland.

Das „dit, dah, dit“ ging durch den Äther. Der Untergang der Titanic machte die Morsetelegraphie weltbekannt. Dies war noch weit ins zwanzigste Jahrhundert das akustische Sinnbild des damaligen Weltverkehrs und seiner Kommunikation. Noch in den 1970er Jahren war der Code auf vielen Frequenzen der Kurzwelle, bisweilen auch auf Mittelwelle zu hören. Ein spezielles Erlebnis war der erste Satellit, der Morsezeichen aus dem Weltraum zur Erde sandte ( Sputnik). Enthusiastische Funkamateure bemühten sich, ihn zu entziffern und waren stolz, wenn sie ganze Worte oder sogar Sätze entschlüsseln konnten. Diese ganz besondere „Weltmusik“ ist verstummt. Heute wird nur noch Klartext gesprochen.

Allein das Signal SOS ist hier und da noch bekannt, dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz. Doch dies galt erst ab 1906, es wurde nicht von Morse eingeführt. Die Buchstaben haben keine Bedeutung, sie fanden nur Verwendung, weil sie ein so schön einprägsames Signal ergeben.

 

Morsen heute

Wo wird heute morsen eingesetzt?  Im Amateurfunk wird mit kleiner Leistung (einige Watt) weltweit Funketrieb abgewickelt. Bakensender in Telegrafie sind wertvolle Hilfsmittel, um die Ausbreitungsbedingungen zu überprüfen, z.B. die Bake DB0WCY auf 10.144 MHz www.db0wcy.de

 

Projekt „The Danish Keyer – Swissmade“

Am 30. Juli 2016 konnten 14 Morse Keyer fertig zusammengebaut werden. An insgesamt 5 Workshops wurden Morse Keyer mit einem Touch Screen zusammengestellt, getestet und in ein Gehäuse eingebaut. Die Idee basierte auf dem Danish Keyer von Hjalmar OZ1JHM. HB9EXR und HB9FIV haben eine eigene Software für diese Hardware geschrieben. Damit lassen sich Handtasten und Paddle am Keyer anschliessen. Der Bericht kann hier herungergeladen werden: Anleitung the danish keyer V1.

 

Nächste Morse Aktivitäten

Thema Datum Infos unter
Weihnachtskontest USKA – CW 10.12.2016 hst [at] uska.ch
Workshop HST – Einführung in HST, offen für Interessenten, Anmeldung nötig 11.02.2017 hst [at] uska.ch

 

Tipps oder Hinweise zur Verbesserung der Seite bitte an: hb9hvg [at] uska.ch

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